Pressestimmen und Jurybegründungen

 

Filmbewertungsstelle Wiesbaden

 

Furios dieses augenzwinkernde Vexierspiel, in dem Nico Sommer die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation verschwimmen lässt. Im klassischen Dokumentarstil wird der 21jährige Sebastian - ausgezeichnet dargestellt von Tom Lass - interviewt, dessen Lebenskrise darin besteht, dass er zu schüchtern für das andere Geschlecht ist. Um nun endlich seine männliche Jungfernschaft ein für allemal in die Vergangenheit zu befördern, sucht er Rat bei seinem Großvater und einer Psychotherapeutin. Seine Odyssee spart nicht mit Kritik am gesellschaftlichen Status quo, bleibt dabei aber geistreich und driftet nicht in den Slapstick ab.

 

Dies wirkt so lebensecht - so authentisch, dass sich das Publikum in einer Dokumentation wähnt. Die SchauspielerInnen tragen entscheidend - überzeugend - dazu bei. Sie leisten Großartiges, allen voran Tom Lass (als Sebastian) und Thorsten Kaphahn (als Opa).

 

Stiller Frühling steht für einen doppelten (und doppelbödigen) Blick auf die gängigen Inszenierungen der Medien und auf so manch einschlägige Sichtweise unseres Beziehungsalltags.

 

Eben darum ist der Film gewiss auch ein Glücksfall für die (medien-)pädagogische Arbeit.

 

Bravo - da capo!

 

 

Saarbrücker Zeitung vom 17.01.2008 / Thomas Reinhardt, Tobias Kessler

 

Er fühlt sich leer „wie eine Batterie. Aber eine, die sich nicht wieder auflädt.“ Nico Sommer

porträtiert in „Stiller Frühling“ einen 21-Jährigen (gut: Tom Lass), der endlich eine Freundin will. Nur wie? Die Skala des Lebensberater-Einmaleins markieren die Strategien seines Opas und der Therapeutin: zupackend er, ätherisch sie. Sommer lässt nichts in billige Komik abgleiten.

 

 

Stuttgarter Zeitung vom 15.06.2008 / dpa/lsw

 

Drei Preise für "Stiller Frühling"

Ludwigsburg - Der große Gewinner des "Bundesfestival Video 2008" in Ludwigsburg ist ein 21-Jähriger, dessen Großvater ihm endlich zur ersten Freundin verhelfen will (gespielt von Tom Lass). Der Filmemacher Nico Sommer aus Kassel erzählt diese Geschichte in "Stiller Frühling" und gewann dafür am Sonntag gleich drei Preise: Die Wettbewerbe "Deutscher Jugendvideopreis 2008" in seiner Altersgruppe und "Video der Generationen" in der Kategorie "Generationenübergreifende Filme", sowie den Publikumspreis des Festivals.

 

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